
… bin ich heut etliche Kilometer doppelt gegangen. Vormittags war der Weg gut mit gelben Pfeilen beschildert und es lag einfach an meiner fehlenden Aufmerksamkeit, dass ich manches Mal zurück gehen musste. Nachmittags nahm ich dann bewusst eine andere Route, jene an der Küste, die in meinem Buch aber sehr genau beschrieben wurde. Es boten sich geniale Ausblicke auf das Meer! Besonders schön war die Stelle, an der die Ebbe einen riesigen Steinteppich sichtbar werden ließ. Unzählbar die Höhenmeter, die ich heut bewältigt habe und sicher sind auch die Tageskilometer ein Rekord. Dazwischen gabs Tunnel, die man nicht passieren durfte, Gestrüpp, blockierte Wege und so manche besondere Begegnung.
Offiziell hab ich Weg heut bei 29 km beendet.
Ich muss noch dazu sagen, dass ich auf Anraten meiner Pilgerfreundin Irene eine App installiert habe, die mir den richtigen Weg zeigen kann. Leider zweifle ich immer erst, wenn ich schon länger keine Pfeile mehr gesehen habe. Und dann ist es manchmal zu spät.
Mein heutiges Ziel war Deba und hier ist großes Fest. Blasmusik empfing mich beim Ankommen und das aufgeregte Warten auf den Stierkampf.
Leider sind deswegen auch alle Betten in einem Umkreis von mehr als 30 und mehr Kilometern besetzt.
Gemeinsam mit fünf anderen Pilgernden hab ich deshalb den Zug nach Bilbao genommen und dort ein Hostel gebucht. Wie ich jetzt weiter mache, werdet ihr morgen lesen.