Die gestrige ‚Kultherberge‘ lag zwar nur auch ca. 100 m Seehöhe, trotzdem bot sich beim Weggehen ein überwältigendes Bild: Nebel, der Richtung Meer liegt und dahinter der Sonnenaufgang.
Richtung Meer ging es auch weiter und dann ca. 10 km entlang der Steilküste mit Blick auf einsame Buchten, und später wieder am Sandstrand entlang.
Auch heute nahmen wir ein Boot und setzten nach Santander über. Weil morgen schlechteres Wetter angekündigt ist, beschloss ich, hier zu bleiben und den Nachmittag zum Baden zu nützen.
Ich wollte mir ein Zimmer suchen in der Herberge, die in meinem Guide beschrieben ist. Das war aber gar nicht notwendig, denn genau die Besitzerin dieser Herberge sprach mich und ein ungarisches Mädel an, ob wir nicht bei ihr wohnen wollten! 15 € für ein Bett im Viererzimmer schien uns für eine Stadt angemessen und wir sagten zu. Heut hat sich die Quartiersuche also quasi von selbst erledigt.
Santander ist die größte und zugleich die Hauptstadt Kantabriens. Die Stadt gibt es schon seit dem römischen Reich, den Namen hat sie vom Hl. Emeterius, einem frühchristlichen Martyrer, dessen Haupt seit dem 3. Jhdt hier in der Kathedrale verehrt wird.
Zwei Katastrophen hat die Stadt er- und überlebt:
Am 1893 explodierte ein in Brand geratener Frachter mit 51 Tonnen Dynamit an Bord im Hafen. 590 Personen starben, ca. genau so viele Verletzte waren zu versorgen.
1941 wurde Santander Opfer eines desaströsen Feuers, das von einem Tornado angefacht wurde und volle zwei Tage lang brannte. Tausende von Familien wurden obdachlos, was ein Chaos auslöste. Der historischen Teil Santanders wurde fast komplett zerstört. Das bewirkt, dass die bei gebauten Gassen und Häuser der Stadt jetzt ein sehr einheitliches Bild abgeben.