Auf Straßen

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Den heutigen Morgen startete ich mit einem – freiwilligen – Umweg: das Dorf Curdillero wird als einer der schönsten Hafenorte Asturiens bezeichnet, der Hafen ist eingezwängt zwischen den Bergen, die bunten Häuser drängen sich die Hänge hinauf. Leider führte dieser Weg aber auf verschiedensten kleinen und vor allem größeren Straßen, an denen die Autos in einem Höllentempo vorbeirauschen. Als ein Klein-Lkw kam, der zusätzlich von einem Motorrad überholt wurde, überkam mich kurz Panik.
Später musste ich mich wieder entscheiden: Berg- oder Küstenweg? Natürlich nahm ich den Küstenweg, dass dieser ein anstrengender Berg- und Talweg ist, wurde mir erst später bewusst. An jedem Taleinschnitt musste ich ganz hinunter, einen Fluss überqueren und wieder hinauf. Nach zwei Einschnitten wurde es mir zu mühsam und ich nahm für die nächsten zwei stattdessen die Straße, die um diese Taleinschnitte herumführt, was allerdings doppelt so weit ist. Gut, dass ich jetzt im Quartier bin und die restlichen Taleinschnitte erst morgen bewältigen muss, ob auf der Straße oder Waldwegen, muss ich erst entscheiden.

Schon auf meinem vorigen Jakobsweg habe ich euch die Horreos vorgestellt. Das sind auf Säulen aufgestellte Maisspeicher, die verhindern, dass Mäuse hinaufklettern. Während diese Horreos in Galicien länglich sind, sind die asturischen Maisspeicher quadratisch und oft so groß, dass manche davon sogar zu Wohnräumen umgebaut wurden. Fast jeder Bauernhof hier hat so einen Maisspeicher neben dem Haus, aber die wenigsten erfüllen noch den ursprünglichen Zweck. Manchmal sind sie einfach Lagerraum, manchmal sind sie sehr gepflegt und werden auch vermietet.

 

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