Es war ein sehr netter Abend mit nur zwei anderen Herbergsgästen, Heidi hatte für uns gekocht und unterhielt uns mit Anekdoten aus ihrem Leben. Und zum Frühstück gabs Vollkornbrot!
Durch diese Übernachtung mitten im Wald bin ich anscheinend antizyklisch unterwegs, vormittags war ich teilweise wieder ohne Blickkontakt zu anderen Pilgernden. Leider hab ich aber auch viele der vertrauten Gesichter verloren.
Es sind jetzt breite Waldwege, auf denen wir pilgern, wunderschön zu gehen. Meist am Rand vorbei an vielen kleinen Orten mit teilweise prächtigen Gärten. Und wieder sehe ich viele Hórreos, diesmal mit den so typischen Symbolen von Kreuz und keltischer Pyramide an den Giebelspitzen.
Jetzt bin ich in Labacolla, ca. 10 km vor Santiago! Und nicht in Monte do Gozo wie der Großteil der Pilgernden, von wo es nur mehr 4 km zur Kathedrale sind. So bin ich hoffentlich wieder etwas später dran als die Menschenmassen.
Ich hab Dirk wieder getroffen, und wir haben beschlossen, morgen gemeinsam in Santiago einzuziehen und dieses Erfolgserlebnis zu feiern. Geteilte Freude ist bekanntlich größer!