Unter Geiern..

… bin ich gleich zu Beginn des Camino gepilgert, jetzt eher unter Krähen und Schwalben. Vom ‚Vogelparadies‘ Meseta hab ich leider nichts wahrgenommen. Auch von den Störchen, die es hier geben soll, hab ich nur einige Nester auf Kirchtürmen entdeckt, obwohl sie angeblich erst im Oktober in den Süden fliegen – und das auch nur bei kaltem Winter. Überhaupt hab ich hier auf den weiten und riesigen Feldern noch kein einziges Wildtier gesehen – weder Hase, noch Rebhuhn oder Fasan, geschweige denn ein Reh. Trotzdem beobachte ich immer wieder morgens Jäger, bzw. höre auch ihre Schüsse – und frag mich, was sie erlegen wollen?
Die einzigen Tiere, die ich sehe, wenn es neben mir am Weg raschelt, sind nicht Mäuse, sondern Eidechsen in jeder Größe. Im Ort kann das dann auch schon mal ein Leguan sein.

Vom Weg gibts heut nicht viel zu erzählen: eigentlich wollte ich meiner Tagesetappen-Planung entsprechend heut nur 15 km gehen, diese hab ich aber – ausnahmsweise in ein nettes Gespräch verwickelt – schon vor Mittag erreicht. Das war dann doch zu früh und so ‚lief ich‘ (wie ich mir inzwischen zu sagen angewöhnt habe ;-)) noch weiter bis knapp vor Astorga. Hier in San Justo de la Vega hab ich eine schöne Albuerge gefunden, wo wir im Moment nur zu dritt sind. Und alle sprechen deutsch.

Ziemlich spanisch!

Gestern Abend besuchte ich die Pilgermesse mit speziellem Segen in der Kirche San Isidoro.
Um 21.00 Uhr gab noch ein maltesischer Chor ein Konzert in der Kathedrale. Sie machen eine Tour auf dem Jakobsweg und singen jeden Abend in einer Stadt, gestern zufällig in Léon. Das wollte ich hören!
Dass die Spanier Weltmeister im Schlange stehen sind, hatte ich ja schon letzten Oktober in Barcelona gesehen. Aber dass über den gesamten Platz vor der Kathedrale und noch 100 m in die Gasse die Menschen anstehen, um in die Kirche zu gelangen, das war doch besonders! Ich reihte mich ein und wartete geduldig. Es gab keinen Eintritt und so ging es relativ schnell. Das ganze Konzert war mir dann doch zu lang, und so wollte ich zwischendurch gehen. Das äußere Gitter vor der Kathedrale war jedoch mit Vorhängeschloss versperrt! Die Portiere waren in der Kirche, sie wollten sich auch das Konzert nicht entgehen lassen. Es dauerte eine Weile, dann kamen sie missmutig und öffneten mir und den etlichen anderen, die hinaus wollten. Nicht auszudenken, was bei einer Massenpanik passiert wäre!

Von Léon weg entschied ich mich für die Alternativroute, die 4 km länger ist, aber nicht als Fußweg neben befahrenen Straßen führt. Auf diesen ewig geraden Strecken mit den vorbei fahrenden Autos verliere ich leicht den Spaß am Gehen. Insgesamt hab ich heut auf dem Weg sieben Pilgernde gesehen, aber hier in der Albuerge ist es recht voll. Viele sind offenbar erst in León eingestiegen und schon früher weg. ‚Paradise of Jesús‘ nennt sich dieses Haus in Villar de Mazarife, wo ich heut die Nacht verbringen werde.

León

Es waren etwas über 18 km bis León: sechs davon neben einer Schnellstraße, auf der die LKWs vorbeibrausten. Dann war ein größerer Hügel zu bezwingen. Als ich aber auf einer coolen blauen Fußgängerbrücke über die Autobahn das erste Mal León sah, machte das Gehen wieder Spaß. Ohne Pause bis zum Zentrum – und als Belohnung gabs einen Orangensaft vor der Casa de Botines, die Antonio Gaudí geplant hat.
In einem Studentenwohnheim, das von Ordensschwestern betreut wird, nahm ich mir diesmal ein Einzelzimmer und hielt eine ausgiebige Siesta, danach machte ich mich auf den Weg in die Stadt. León – der Name kommt von ‚Legion‘ – war eine römische Stadt und die Überreste dieser Zeit sind allgegenwärtig.

Die Kathedrale ist die schönste gotische Kathedrale Spaniens, im französischen Stil erbaut. Diesen kenn ich ja ausgiebig von unserer Frankreichreise Anfang August. 200 Glasfenster mit 1.800 m2 Fensterfläche sind original erhalten und zaubern eine wunderschöne Stimmung in dieses Gotteshaus.

Wie schon 2011 nahm ich auch diesmal bei einer Führung im Pantheon der Könige teil: hier wird ein Kelch gezeigt, der aus römischem Achat gemacht ist und der Legende nach von Jesus beim letzten Abendmahl verwendet wurde. Die Fresken in der königlichen Grabkammer stammen aus dem 11. Jhdt und sind wunderbar erhalten, obwohl sie noch nie restauriert wurden.

Diese Stadt hat ein besonderes Flair. Schön, dass ich Zeit habe, dieses auch zu genießen.

On the road again

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27 km lang hätte ich heut das immer gleiche Foto machen können: Weg neben Landstraße. Das hat sich ziemlich gezogen, auch deshalb, weil ich erst nach 8 weggegangen bin und es nach längerer Zeit wieder richtig warm war.
Gestern abend waren wir in der Albuerge nur neun Gäste. Wir sangen einige Lieder und ich fragte dann, wenn die anderen denn aufstehen würden. Niemand von uns hatte auf dem Camino bis jetzt einen Wecker verwendet, weil man normalerweise eh von den anderen geweckt wird. Bekannt sind vielen die drei Frauen aus Südkorea, die um vier herumrascheln und dann bald losstarten. Sie fürchten die Sonne und haben ihre Körper und Gesichter ganz bedeckt.
Jedenfalls haben wir alle bis nach 7.00 geschlafen, und die Hospitaleros hatten Mühe, uns nach dem Frühstück bis 8.00 aus dem Haus zu haben.

Mit dem heutigen Tag hab ich die Hälfte meiner Tage in Spanien erreicht. Ich bin heut in Mansilla de las Mulas, 20 km vor Leon. Das werde ich morgen mittag erreichen.

Hier auf der Karte könnt ihr sehen, wie weit ich schon bin, dabei ist das französische Stück über die Pyrenäen gar nicht eingezeichnet!ce2590f7-dd74-4ff0-9af0-b74b39cf1032.jpg

Sonntag

Spontan hab ich mich entschlossen, diesen Tag hier in Bercianos zu verbringen und nicht zu gehen. Daher gibts heut keinen Wegbericht.
Dafür erzähle ich euch etwas über den anstrengenden Tagesablauf der Hospitaleros (die Ehrenamtlichen aus der ganzen Welt, die die kirchlichen und öffentlichen Herbergen für jeweils zwei Wochen betreuen): Sie müssen sehr früh raus aus den Betten, um für die Pilgernden das einfache Frühstück herzurichten. Dieses gibt es ab 6 Uhr und trotzdem stehen wie heute immer wieder Menschen schon um 5.40 da und wollen frühstücken. Die bekommen aber noch nichts, weil es eben die Richtlinie 6.00 gibt. Bis 8.00 müssen alle das Haus verlassen haben. Dann wird das ganze Haus geputzt, alle Betten (sie haben einen plastikähnlichen Bezug) und Nassräume werden desinfiziert, um zu verhindern, dass sich Schädlinge einnisten. Die Gefahr von Bettwanzen und anderen Untieren ist bei so vielen Menschen groß und ich hab auch schon Pilger gesehen, die total zerbissen waren. Bis man mit dem Putzen fertig ist, ist es fast Mittag. Dann gibt es eine kurze Pause. Ab 13.30 Uhr wird die Herberge wieder für die neuen PilgerInnen geöffnet. Alle müssen registriert werden, dann wird ihnen gezeigt, wo die Schuhe ausgezogen, die Stecken deponiert werden, wo der Waschplatz ist und wo man die Wäsche aufhängen kann. Nebenbei wird – oft mit den Gästen gemeinsam – das Abendessen gekocht. Wobei man aber bis zum Schluss nicht weiß, wie viele tatsächlich mitessen werden, weil Pilgernde ja bis zum Torschluss kommen können. Gestern waren wir z.B. 36 Personen. Nach dem Essen gibts in den kirchlichen Herbergen noch ein gemeinsames Abendgebet, das freiwillig ist, und durchaus sehr intensiv und persönlich sein kann. Dann ist es 22.00 Uhr, die Tür wird versperrt und die Hospitaleros können ins Bett gehen – bis zum nächsten Morgen um 5.00 Uhr!
Obwohl dieser Job extrem anstrengend ist, machen Andrea, Ernst und viele andere ihn mit Begeisterung und das spürt man in der herzlichen Atmosphäre, die in vielen Herbergen herrscht.
An diesem freien Tag hab ich bei einem Spaziergang einige schöne Lehmhäuser, bzw die Reste davon entdeckt. Völlig anders sieht hingegen die Kirche aus.

Und immer kälter

Bei 7° startete ich am heutigen Morgen! Ich hatte sämtliches Zusammenpacken meiner Zimmerkolleginnen verschlafen und bin erst um 7.15 Uhr aufgewacht. Tagsüber schaffte ich es dann aber bis T-Shirt und aufgestrickter Hose. Nach den gestrigen langen Geraden war es heute wieder abwechslungsreicher zu gehen.
Ich besuchte Sahagun: hier wird die offizielle Streckenteilung des spanischen Weges mit einer ‚Pforte‘ markiert. Die von außen sehr schöne romanische Kirche San Lorenzo war leider geschlossen. Dafür gabs einen richtigen Jahrmarkt mit Marktschreiern und der neuesten Herbstkollektion.

In dieser Gegend gibt es anscheinend Lehmboden. Viele Häuser sind aus Lehmziegeln oder mit Lehm verputzt und es gibt auch richtige Erdkeller.

Wenn Pilger miteinander ein Gespräch beginnen, ist die erste Frage nach der Nationalität. Ziemlich bald danach wird nach der Motivation für diesen Weg gefragt:
Ca. zwei Drittel geben dabei an, dass sie auf diesem Weg sind, um den eigenen Weg zu finden: Schülerinnen und Studenten nach dem Abschluss, Menschen, die das Arbeitsleben abgeschlossen haben oder für die eine Veränderung ansteht.
Manche gehen auch aus Dankbarkeit für ein gutes Leben, andere pilgern auf diesem Weg für solche, die es nicht mehr können: Für die verstorbene Patentante oder den verstorbenen Neffen.
Einen einzigen hörte ich bis jetzt sagen, er mache es für seine körperliche Fitness, ein andere weil es einfach cool ist. Manche haben den Weg schon einmal selbst gemacht und wollen ihn jetzt ihren Partnern zeigen (die sind manchmal aber nicht so begeistert).

Eigentlich wollte ich heute ja eine schönere Alternativroute gehen, aber von meiner ‚Vorhut‘ Nora, Elena und Felix hab ich erfahren, dass in Bercianos seit gestern ein österreichisches Paar die Herberge betreut. Da wollte ich natürlich hin! Meine Sehnsucht, mal richtig Dialekt zu sprechen, wird bei Andrea und Ernst aus der Steiermark voll erfüllt.

Einfach nur geradeaus

Das waren die heutigen ersten 18 km durch die Meseta ohne inzwischen ein Dorf zu passieren. ‚Eine Herausforderung für Körper und Seele‘ stand im Reiseführer. Nun, so schlimm war es nicht, wir hatten es ziemlich kühl. Den Pulli hab ich erst am Nachmittag ausgezogen. Fad und lang war es allerdings schon.

Noch kurz zum gestrigen Quartier: es wird von Schwestern des Augustinerordens betreut, die sind momentan aber in Urlaub und wurden von sechs Studenten des Priesterseminars und ihrem Rektor (wieder ein Jesús) vertreten. Sie luden zum internationalen Miteinander Singen ein und gestalteten auch die Messe musikalisch. Das erste Mal, dass wirklich viel und schön gesungen wurde. Danach gab es für alle Pilgernden einen speziellen Einzelsegen. Beeindruckend, aus wie vielen Ländern Menschen hierher kommen! Später kochten wir mit den Studenten und aßen gemeinsam. Die einzelnen Pilgernden wurden eingeladen, sich mit Namen, Nationalität und Motivation für den Camino vorzustellen. Erstaunlich, dass nur der Rektor und ein zweiter junger Mann englisch sprachen – und das mit starkem Akzent. Die anderen kamen aus Afrika und Südamerika und es war sehr schwer, sich zu verständigen.

Heute ist der 1. September, das heißt, der erste Tag meines Sabbatjahres. Alle, denen ich das erzähle, beneiden mich. Ich bin meinem Arbeitgeber sehr dankbar, dass das möglich ist. Und dankbar bin ich auch meinen drei Söhnen, die mich ziehen ließen, ohne mir ein schlechtes Gewissen zu machen.
Übrigens ist David der Blog-Manager: Für mich ist es viel leichter, über Whatsapp zu schreiben, das geht auch tagsüber und im Flugmodus. Ich brauch Bericht und Fotos dann nur David schicken und er erledigt den Rest. Dankeschön!

Mein Weg führte mich heute bis Terradillos de los Templarios und irgendwo auf der Strecke hab ich die 400 km – Marke passiert. Sie Hälfte der Strecke ist geschafft, aber die Hälfte der Zeit ist noch nicht vorbei. Ein sehr gutes Gefühl!

 

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O Maria, hilf!

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So oder ähnlich in spanisch haben die Menschen gesungen, als sie gestern mit der Marienstatue ‚Sta. Virgen del Otero‘ in die Kirche San Pedro (die zweite von drei großen Kirchen in dem kleinen Städtchen!) eingezogen sind. Es war der Beginn einer Novene: Für neun Tage – bis Maria Geburt – wird diese Statue hier bleiben, täglich wird Rosenkranz gebetet und Messe gefeiert. Das war gestern wirklich schön: die Kirche war gut gefüllt mit Menschen aller Altersgruppen. Ich mit Flip-Flops und sportlicher Sommerhose (danke, Eva-Maria!) bin unter den immer gut gekleideten Spanierinnen sicher nicht aufgefallen ;-). Ein Chor unterstützte den Volksgesang mit drei Liedern. Für den nächsten Tag hat der Pfarrer alle eingeladen, Blumen zur Verehrung mitzubringen.

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Trauriger ist, was ich sonst in den Kirchen erlebe: viele sind zum Teil zu Museen umfunktioniert mit Statuen, sakralen Geräten und liturgischen Kleidern, die offensichtlich niemand mehr brauchen kann. Ob das in 20 Jahren bei uns auch so sein wird?

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Zwei Madonnen. Bei einer fehlt das ganze Kind, beim anderen der Kopf von Jesus.

Zwischen Fromista und Carrion wurde wegen der vielen Verkehrsunfälle ein Weg neben der Landstraße gemacht. Ich nahm über die Hälfte der Distanz allerdings einen kleinen, aber schönen Umweg am Bach entlang, wo ich den ganzen Vormittag nur zwei Pilgernde sah.
Hier in Carrion habe ich wieder in der pfarrlichen Herberge eingecheckt, es gibt am Abend gemeinsames Beten, Singen und Essen.

PS: heut hab ich den ersten Traktor gesehen, der auf dem Feld arbeitet. Ich hatte mich schon immer über die vielen abgedroschenen Felder gewundert, die nicht geackert werden.

Unter Schmerzen

Normalerweise gibt es in einer öffentlichen Herberge ja kein Frühstück, aber Jesus (der eine Seniõr hieß tatsächlich so) und sein Freund verwöhnten uns mit frisch getoastetem Brot, Butter und Marmelade. Und geweckt worden waren wir um 6.30 mit gregorianischen Chorälen aus dem Lautsprecher. In den Schlafsaal sollte man nämlich kein Handy mitnehmen.
Der junge Pole – einer von uns vier Herbergsgästen – klagte über starke Schmerzen an der Achillessehne. Im Spital hätten sie ihm zu Vorsicht geraten, weil bleibende Schäden entstehen könnten. 30 – 40 km geht er am Tag! Und als ich nach 11 km Pause machte, ist er an mir vorbei gehumpelt! Überhaupt sah ich heute viele humpelnd und sich auf Stecken stützend sich fortbewegen. Manche haben drei Tage Pause gemacht und wollen es wieder probieren. Ich staune, bewundere sie, aber über einige kann ich mich nur mehr wundern.
Ich bin wirklich glücklich, ohne gröbere Schmerzen zu gehen.
Manchmal fühl ich mich ja wie eine Schnecke. Ich hab alles auf dem Rücken, was ich brauche und bewege mich Stück für Stück weiter, dabei spüre ich mich sehr getragen von eurem Interesse, euren guten Gedanken und eurem Gebet und Segen. Irgendwie seid ihr alle mit mir unterwegs.
Heute übrigens bis Fromista, bei gefühlten 25 Grad 26 km weit durch die Meseta. Besonders schön waren die 3 km entlang des ‚Kanals von Kastilien‘ aus dem 18. Jhdt., der die Felder hier bewässert.
Fromista hat eine wunderschöne romanische Kirche aus dem 11.Jhdt mit unzähligen Skulpturen, das Innere eine Wohltat nach all den vergoldeten Barockhochaltären. Und irgendwie dürfte diese Gemeinde einen Vertrag mit einer Steinplattenfabrik haben, denn alle Plätze hier sind sehr geschmacklos zugepflastert.

Im Moment gibts noch spätestens alle 12 km einen Ort. Übermorgen sinds dann 18 km durch die Meseta, angeblich ohne Schatten. Hoffentlich bleiben die Temperaturen so.

‚Drei Monate Hölle…

…und neun Monate Winter.‘ So werden die Klimabedingungen in der Meseta, der spanischen Hochebene, wo ich grad unterwegs bin, beschrieben. Die Sonne zeigte sich heute jedoch gnädig: Nach den gestrigen Regenmengen war es angenehm warm und eine kühle Brise erfrischte mich beim Gehen. Schon bei unserer Pfarrreise 2011 waren wir hier marschiert und genauso wie damals machte ich Pause im Dorf Hontanas und später bei der Ruine San Antón. Unglaublich: Hier führt die Straße durch die Kirchenruine durch!
Viele Kirchen hier auf dem Camino sind leider tagsüber geschlossen (so wie ja auch bei uns), in Hontanas stand die Kirchentür allerdings einladend offen: drinnen war ein Platz für Gebet gerichtet mit Bibeln in allen Sprachen und mit Taizé-Musik. Eine schöne Möglichkeit, während des Tages eine spirituelle Pause einzulegen.
Vorbei an der Kirche Sta. Maria de Manzano (Hl. Maria vom Apfelbaum) war mein Tagesziel die mittelalterliche Stadt Castrojeriz, wo mich in der ebenso alten Herberge zwei fast so alte Hospitaleros (Ehrenamtliche) freundlich empfingen.
Später bestieg ich den Burgberg und bestaunte die atemberaubende Aussicht über die Meseta.

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