Der Guide bemühte sich gestern mit großer Begeisterung, uns die Geschichte dieser mittelalterlichen Stadt (auf spanisch) zu erklären und uns die beeindruckendsten Bauten im romanischen Stil zu zeigen. Unter ihnen die irrsinnig steile Brücke, die längste der Welt, wie er meinte, weil man nicht von einem Ende zum anderen sehen könne.
‚Estella la Bella‘, ‚Estella, die Schöne‘, wurde die Stadt von den Pilgernden, die hier seit dem 11. Jhdt durchmarschieren, genannt. Und eigentlich wurde das ursprünglich kleine Dorf Lizarra (baskisch) nur deswegen ausgebaut, damit die Menschen eine sichere Übernachtungsmöglichkeit haben. Faszinierend, dass die Menschen hier seit fast 1000 Jahren mit und von den Pilgernden leben!




Im Gegensatz zum letzten Mal, wo ich am Morgen ziemlich lange in Estella herumirrte, war ich heute sehr zielstrebig unterwegs und erreichte schon vor 8 den berühmten Weinbrunnen von Irache. Zu früh, er war noch nicht eingeschaltet, es kamen nur einige Tropfen heraus. Trotzdem ist das ein Muss-Foto für Pilgernde. Ich hatte ja nicht einmal noch gefrühstückt, wollte das im nächsten Ort tun. Doch ich marschierte irrtümlich bei einer Abzweigung auf den Alternativweg, der wunderschön durch Wälder, aber durch keine Orte führte. Meine Rettung war dann der Foodtruck nach ca 15 Tageskilometern. Und dort gab es geschnittene Karotten und Gurken mit Babyparadeisern und Humus. Das erste gesunde Essen seit einer Woche!




Eingecheckt haben ich heut in Los Arcos in der ‚Casa de Austria‘. Es wurde früher von der österreichischen Jakobusgemeinschaft unterstützt. Das Schild an der Rezeption war ein netter Empfang.


Ein bisschen bayrisch schaut die Casa Austria aus 😉
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Das hat du recht – das Schild war aber das einzige, was zumindest irgendwas österreichisches an sich hätte.
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