
Ich hab mich gestern sehr willkommen gefühlt in Vilanova de Lourenza, als ich beim Hineingehen diese Schrift auf der Hauswand sah. Und der Ort hat auch eine sehr schöne Kirche, die aber leider wieder geschlossen war. Doch sonst hatte ich in den letzten Tagen Glück: zumindest einmal am Tag gab es Gelegenheit, mich in eine Kirche zu setzen und für eine kurze Zeit innezuhalten. Gestern war das abends bei der Messe in der Kathedrale von Mondoñedo. Es waren nicht viele, die die Sonntagvorabendmesse besuchten, drei Priester waren anwesend, einer äußerst gebrechlich im Rollstuhl und zwei auch sehr alt, aber mit kräftiger Stimme. Ich wurde gefragt, ob ich die Lesung lesen möchte, aber da wäre mein Spanisch an seine Grenzen gekommen.
Dass dieser kleine und sehr schöne Ort eine so riesige romanisch-gotische Kathedrale hat, das heißt, Bischofssitz ist, weist auf seine frühere Bedeutung hin. Jetzt ist das Städtchen klein und überschaubar, aber mit einem sehr gepflegten Stadtbild.
Überhaupt ist es eine sehr verlassene Gegend, durch die der Weg im Moment führt, 15 km weit gibt es nur winzige und fast menschenleere Dörfer, keine Geschäfte, mit Glück eine winzige Bar, wo es einen Mittagssnack zu kaufen gibt. Für das Abendessen ist heute dafür bestens gesorgt: ich bin in einer sehr netten Herberge, wo für uns gekocht wird. Und es gibt hier einen netten Garten inklusive Swimmingpool. Nicht das Schlechteste beim Pilgern. 🙂







