14.⁠ ⁠Mai: Monte do Gozo – Santiago

Ankommen und erwartet werden

Es waren gestern nur wenige Pilgernde, die sich in dem riesigen Pilgerzentrum einquartierten. Mit einer davon, Paula aus Holland, besuchte ich abends die Messe in der kleinen Kapelle San Marcos, die es seit dem 12. Jhdt gibt. Der Besuch war gut, alles gallicische Frauen, die die Gebete unglaublich schnell sprechen und damit schon beginnen, bevor der Priester überhaupt ausgeredet hatte. Herunterratschen könnte man es auch nennen. Aber die Messe war überraschend nett gestaltet, der Priester begleitete alle Lieder selbst mit der Gitarre. Danach kehrten wir noch kurz ein und kommunizierten die ganze Zeit auf spanisch, was Paula sehr gut spricht.

In Demut und großer Dankbarkeit ging ich heute die letzten vier Kilometer. Dankbar dafür, dass alles gut gegangen ist, dass ich diesen Weg gehen konnte, dafür, dass mir diese Zeit geschenkt ist. Dafür, dass es ein Ankommen ist. Ich fühle mich hier ein Stück zu Hause und darf noch bis Ende Mai hierbleiben.
Nach den obligatorischen Fotos und einem guten Frühstück meldete ich mich bei der Pilgerseelsorge. Wir bereiteten alles vor und morgen um 9 Uhr werden wir mit der ersten Messe starten. Und dann geht das Programm täglich von morgens bis abends im selben Rhythmus weiter. Meine täglichen Berichte sind dAmi zu Ende, aber ich werde euch ab und zu an meinem Tun hier teilhaben lassen.

Heute am Feiertag gibt es hier zahlreiche Umzüge und Konzerte. Ein schönes Willkommens fest!

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